Es wird Zeit zu üben

sollte jemand zu Rosenmontag selber Pfannkuchen backen wollen. Denn Pfannkuchen sind gar nicht so einfach. Warum die Pfannkuchen Berliner heißen und die Berliner Pfannkuchen habe ich hier schon mal erklärt.

Es gibt zwei Möglichkeiten am Rosenmontag leckere Berliner Pfannkuchen zu essen!

Möglichkeit 1:

Man geht zum Bäcker seines Vertrauens und kauft welche.

Möglichkeit 2:

Man macht erst mal ein Hefstück:

  • 500g Weizenmehl 405
  • 350 ml Milch
  • 80g Hefe

schön verkneten und 45 min abgedeckt stehen lassen. Teigtemperatur: 26-28°C.

Teig:

  • 500g Weizenmehl 405
  • 150g Butter
  • 100g Zucker
  • 15g Salz
  • 100g Ei
  • 100g Eigelb

Teig intensiv kneten. (10 min) Dabei darauf achten dass er nicht zu warm wird! (eventuell das Mehl für den Teig über Nacht in den Kühlschrank stellen) Teigtemperatur: 24°C!

Den Teig in eine Schüssel geben und zu decken. Nach 15min das erste mal aufziehen. Das heißt: Den Teig von außen in die Mitte falten. So das er wieder zu einer straffen Kugel wird. Nach 15 min wieder aufziehen. Nochmal 10min stehen lassen und dann runde Teiglinge abwiegen (80g). Die Teiglinge schön rund schleifen.

Auf ein leicht bemehltes Tuch legen und schön zu decken.

Einen kleinen Topf mit Pflanzenfett (Biskin) oder Speiseöl auf das Feuer. Das Fett nicht zu heiß machen, max 160°C. Nach 45 min müssten die ersten so weit gegangen sein dass sie in das Fett können. Schön vorsichtig in den Topf! Auf gar keinen Fall Wasser in das heiße Fett bringen, dann gibt es ein Unglück!

Von beiden Seiten ca 2-3 min backen. Jede Seite 2x backen. Wenn sie einen weißen Ring bzw Kragen bilden, dann erstens sehr stolz sein und zweitens nach dem letzten Wenden die Pfannkuchen runter drücken, damit der Kragen mit bäckt, sonst fällt er zusammen.

Sofort nach dem Backen in Zucker wälzen. Wer Puderzucker mag kann sie erst kalt werden lassen.

Füllen: Man nehme einen Spritzbeutel und eine Spitze Tülle. Es gibt extra Tüllen zum Berliner füllen. Wer keine hat muss eine ganz kleine Lochtülle nehmen.

Man kann sie füllen mit Marmelade, Mus, Senf…

Eierlikör / Baileys Füllung

  • 500g Milch
  • 100g Zucker
  • 80g Puddingpulver
  • 300g Eierlikör / Baileys

Einen straffen Pudding kochen und in den heißen Pudding den Eierlikör /Baileys einrühren. Oder Nutella, oder…..

Tipps von Bäcker Süpke:

  1. Wenn man 405er Mehl nimmt, unbedingt lesen was auf der Tüte steht. Es gibt Mehl da steht drauf: Für Kekse und Plätzchen. Diesem Mehl wurde das Gluten entzogen damit die Kekse schön knusprig werden. Macht man damit Hefegebäck erlebt man eine Katastrophe.
  2. Wenn die Berliner nicht gleich werden und nicht so aussehen wie beim Bäcker, dann nicht verzweifeln. Es ist gar nicht so einfach. Der Bäcker nimmt noch “Helferchen”. Wenn er nicht sogar ein Fertigmehl nimmt. (Bäcker Süpke nimmt Süßlupinenmehl und ein anderes Rezept) Deshalb: probieren, probieren…
  3. Man kann die Berliner mit viel Phantasie garnieren. Mit Schokolade, bunten Streuseln, Smarties usw.
  4. Meine Muddieh hat immer Fettkräppel gebacken. Sie hat den Teig dick ausgerollt und dann die Kräppel mit einem Bierglas ausgestochen. Den Restteig, also die Zwischenstückchen hat sie auch gebacken und am liebsten selbst gegessen. Sie waren schön knusprig.

Also dann: Ran an die Buletten Berliner! Wenn ich was vergessen habe, dann bitte fragen!

Viel Spaß!

pfannkuchen3

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43 Antworten

  1. Tolle Anleitung! Wir lieben Berliner. Wenn es nach der Familie ginge, würden im Winter so alle 2 Wochen Berliner gebacken. Eine Frage habe ich aber zu deinem Rezept. Wenn ich Berliner backe, dann nehme ich deutlich weniger Fett im Teig (auf 500 g Mehl) so ca. 80 g
    Butter, die Eier und Eigelbe nehme ich auch so wie oben angegeben. Die Berliner werden so zwar wunderbar fluffig und locker, aber am nächsten Tag (falls welche übrig bleiben sollten!!!) – naja, dann sind sie nicht mehr so toll. Da würde mehr Fett im Teig sicher besser sein, aber wenn ich mehr Fett in den Teig mache, scheinen die Berliner auch mehr Fett beim Backen aufzusaugen.
    Wo habe ich denn da einen Denkfehler???

    Gruß Brigitte

    • Mein Rezept bezieht sich auf 1kg Mehl. Also doch ein Denkfehler?? Das Fett aufsaugen liegt nicht am Rezept. Sieh zu dass die Berliner vor dem Backen etwas Haut bekommen. Sie dürfen auf keinen Fall feucht sein. Auch von unten nicht. deshalb sollen sie auf einem Tuch garen und nicht auf einem Blech. Wichtig ist auch das Fett in dem gebacken wird… Was nimmst Du zum backen?

  2. Also jetzt sehe ich es auch, dass in dem Rezept 1000 g Mehl stehen. Naja, wer lesen kann, ist doch im Vorteil. Dann ist die Fettmenge also auch ungefähr wie bei meinem Standartrezept und da passiert auch nichts von wegen Fettaufsaugen.
    Ich habe aber neulich ein Rezept getestet, da ist ungefähr die doppelte Fettmenge im Teig und beim Ausbacken kam dann noch eine Menge von außen dazu. Die Dinger waren richtig schwer, als sie gebacken waren.
    Danke für den Tip, die Berliner auf einem Tuch zu garen.
    Das kann schon die Ursache sein, denn normalerweise versuche ich das Verhauten verhindern. Ich gebe nun dem fettreicheren Rezept vielleicht noch eine Chance und habe wieder etwas gelernt. Dankeschön!
    Zum Ausbacken nehme ich meistens Sonnenblumenöl oder manchmal auch Rapsöl.

  3. Bei uns gibt es die eigentlich eher zu Silvester und die machen wir immer schon selbst. Am Jahresende werde ich dann dein Rezept probieren. Kannst du auch ‘mal Kameruner posten?

  4. leider geht dein link nicht zum alten Artikel

  5. Bei uns gibts die am Faschingdienstag und sie heißen “Krapfen” :-) und sie werden ganz sicher gebacken, wahrscheinlich aber schon früher die Füllung ist ja der absolute Wahnsinn!!!!! Tolle Idee, dankeschön und liebe Grüsse aus Österreich

  6. Oh ja, Kameruner würde ich auch gerne mal backen.

  7. Ne, so richtig geht der Link immer noch nicht.

    Kameruner kenne ich als ungefüllte “achten” bzw. dieses Unendlichzeichen. Da tue ich mich jetzt mit dem erklären schwer.

    Was gibt es denn noch für Kameruner?

    • Irgendwas stimmt mit der WordPresse nicht :-(

      Wie Kameruner aussehen weiss ich schon. Habe gerade einen gegessen. Aber es gibt welche aus Hefeteig, welche aus Quarkteig und welche aus Hefequarkteig :-) Süß oder?

  8. Also ich habe die Kameruner aus Hefeteig am liebsten.

  9. Danke fürs Rezept! Meine Kinder werden dich lieben und ich werde das Rezept sicher ausprobieren. Aber in Franken _müssen_ Krapfen (oder Kreppel, wie sie in meiner, nahe zum Hessischen gelegenen, Heimat heißen) unbedingt mit Hiffenmark (Hagebuttenmark) gefüllt werden.
    Viele Grüße

  10. Toll! Ich liebe Berliner, die hier, wie Petra schreibt, auch Kräppel heißen, habe aber bisher kein ordentliches Rezept gehabt.

    Als “Überraschung” auf einer Party zum Jahreswechsel 1999/2000 habe ich mal in der Bäckerei neben den süß gefüllten Berlinern einen mit Senf füllen lassen und unter die anderen gemischt. Das Gesicht meiner Schwester, die ihn erwischt hat, werde ich im Leben nicht vergessen ;-)))))

  11. Weil wir gerade dabei sind, dass was mit WordPress nicht stimmt:
    Auf deiner Startseite wird die Seitenleiste nicht angezeigt. Erst wenn ich einen Artikel aufrufe, sehe ich, was es für neue Kommentare gab.
    Ist etwas umständlich.
    Liebe Grüße!

    P.S.: Die Kameruner sind bei uns aus Hefeteig.

  12. [...] mache ich sie selbst. Zwar nicht nach Bäcker Süpkes Superduperfachmannrezept, das ist mir einfach zuviel mit Temperatur beachten und so , also mache ich es auf meine [...]

  13. @Petra: Kreppel heißen sie bei uns auch auf Dialektisch. Grüße die Kinder! @money: Wir machen an den Einstich immer noch ein bisschen Marmelade dran, weil manche dann sehen das sie mit Senf gefüllt sind :-)
    @Olaf: Ich weiss auch nicht woran das liegt…

  14. Also bei uns sind Kameruner ohne Füllung und bestehen aus einer Mischung aus Hefefeinteig und Mürbeteig. Ich habe ‘mal versucht die aus “normalem” Berlinerteig zu machen, das war nix …

  15. Was geht hier denn an mir vorbei???
    Ganz neues Blog-Outfit?!! Wow…wenn man mal einen Tag hier nicht vorbeischaut…:-(

    Sieht gut aus!!

  16. Sieht aber sehr gut aus das neue Outfit!

  17. Sieht gut aus das neue Outfit und auch das Layout funktioniert wieder! Klasse!!!

    Apropo, Klasse: Was ist denn das für eine leckere Torte da ganz oben?

  18. Das Rezept ist super! Am Wochenende gebacken, die Familie und die Freundin versorgt – und alle begeistert. Bericht kommt dieser Tage!
    Viele Grüße

  19. Habe am Wochenende dieses leckere Rezept nachgebacken. Hat alles super geklappt. Mir war nur nicht ganz klar, wann die Füllung in den Teig kommt. Vor dem Frittieren oder danach? Habe beides probiert – war jedesmal eine Sauerei…

  20. [...] Kommentare baeckersuepke zu Es wird Zeit zu übenpaninoteca zu Es wird Zeit zu übenPetra zu Es wird Zeit zu übenlamiacucina zu Wo ich [...]

  21. Ich habe jetzt mal geübt. Meisterstücke sind es definitiv nicht geworden, aber dafür dass ich das Rezept falsch umgerechnet habe nicht schlecht. ;-) Ich habe noch eine Frage betreffend der Fritierzeit, wie lange soll die Gesamtbackzeit sein: 4-6 oder 8-12 Minuten?

  22. Danke, dann habe ich es richtig verstanden. Ich werde bald über meine nicht ganz so perfekten Berliner bloggen. ;-)

  23. Ran an die Berliner!…

    Ich bin Bäcker Süpkes Auforderung gefolgt und habe mich an Berlinern geübt. Leider nicht ganz so erfolgreich wie Petra. Nur ein paar meiner Berliner haben einen weissen Kragen gebildet. Ich durfte also nicht ganz so stolz sein. ;-) H…

  24. Jaaaa! Ich habe es auch getan und ich bin entzückt! Danke für das tolle Rezept.

  25. Lieber Bäcker Süpke,
    natürlich hast Du etwas vergessen. Die besten Pfannkuchen in meinem Leben, und die einzigen die ich je gegessen habe, gab es im Land Brandenburg beim Bäcker meines Vertrauens.

    Das war kein trockener Berliner, nein, das leckere Pfannkuchenfleisch war saftig, schon fast sandartig und hatte einen feinen Geschmack und Geruch nach Rum – mhhhhhhh – das waren d i e Pfannkuchen schlechthin. Und immer mit richtigem Pflaumenmus, nicht nur ein Kleks, nein richtig doll.

    Zu allen Pfannkuchenereignissen war die Schlange vor dem Bäcker – ungelogen ;-) – Kilometerlang.

    Verrate uns bitte den Trick wie man so etwas hinbekommen kann.

    Herzliche Grüße
    Marie Lu

  26. “(Bäcker Süpke nimmt Süßlupinenmehl und ein anderes Rezept)”
    Warum ein “Bäcker Süpke” ein anderes Rezept.
    So ist es doch nicht möglich genau so fluffige Berliner zu machen wie beim Bäcker oder irre ich mich…

  27. Man kann mit dem vorgestellten Rezept schöne Berliner machen. Aber in der Produktion spielen viele Faktoren mit. Und ich muss sie verkaufen. deshalb das Süßlupinenmehl da ist Lecithin enthalten. Mein Berliner Rezept habe ich selbst entwickelt. Es beruht auf einer anderen Verfahrensweise und es funktioniert genial, schmeckt genial nach Hefeteig, meine Kunden knutschen mich deswegen und die Konkurrenz darf das nicht mitkriegen. Und ich bin sooooo stolz auf meine Geniale Entwicklung…. und kann es niemanden sagen :-(

  28. [...] im letzten Jahr hat Bäcker Süpke geschrieben, dass es zwei Möglichkeiten gibt, um gute Berliner zu genießen. Möglichkeit 1 ist, sie beim [...]

  29. Ich habs getan. ich habs getan. Und lecker sind sie geworden. Sogar mit Ring :-)
    Ich hab sie 2*2 Minuten, also nur 8 Minuten frittiert.
    Sind äußerst lecker.
    Marmelade war auch bei mir ne Sauerei, aber nur weil ich vergessen hatte, selbige durchs Sieb zu drücken, Will heißen, ich hatte nur Probleme die Erdbeerreststücke durch die Tülle zu bekommen :-)
    Ansonsten, vielen Dank fürs Rezept, Lieblingsbäcker …

  30. Hallo, habe das Rezept ausprobiert, ist aber total in die “Hosen” gegangen. Habe mir aber natürlich die ganzen Komentare durchgelesn und weis daß es funktioniert….werde es nochmal probieren, auf alle Fälle.
    Ihr seid super danke..

  31. Hab’ mich heute das erste Mal an den Berlinern (bzw. Krapfen, wie sie bei uns in AT heißen) versucht… und sie sind erstaunlich gut gelungen, sogar mit “Kragen” :) !
    Vielen Dank für das großartige Rezept, Meister Süpke!!

    Eine Frage noch zum Schleifen – wirkt/schleift man die Teiglinge genauso wie Brötchen? Ich hatte bei einigen das Problem, daß der Schluß beim Frittieren wieder etwas auseinanderging; und beim Füllen leckte es dann teilweise dort unten raus. Gibt’s da einen Trick um sowas zu verhindern?

    lg, Alex.

    • das Problem hat man immer. Man muss sie wirklich ordentlich schleifen. Kein Mehl darf in den Schluss kommen. darauf achten das der Teig nicht zu fest ist.

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