Besuch bei Bäckermeister Hinkel

Am Dienstag war ich in Düsseldorf zu einer Tagung des Deutschen Bäckerhandwerks.

Wenn ich einmal so weit fahren muss, sagte ich mir, dann fahre ich auf jeden Fall zur Bäckerei Hinkel und schaue ob ich den Bäckermeister treffe. Also befragte ich das Google wie weit es vom Congress Center zur Bäckerei Hinkel ist und gab dann die Daten gleich in mein Navi ein. (Sie heißt Silvia)

Denn Bäckermeister Hinkel ist sehr bekannt in der Bäcker-Szene. Er ist geradezu Kult. Außerdem ist er in vielen Sachen mein Vorbild. Er bekennt sich offen zu seinem christlichen Glauben, er ist ein ganz ehrlicher Handwerker und in Sachen Marketing ein Genie. (Daher rührt auch seine Bekanntheit unter den Bäckern) Denn sein Programm ist er selbst. Er steht selbst hinter der Theke und verkauft und ist in der Stadt nur in seiner Bäckerkluft zu sehen.

Ich habe schon sehr viel über ihn gelesen und war mal bei einem Vortrag von ihm. Das es Transporter gibt, wo Bäcker Süpke schlafend vor einem Ofen liegt, lebensgroß, das Bäcker Süpke blogt und  mal im Laden mit verkauft, ist alles ein Resultat davon wie mich Bäckermeister Hinkel inspiriert hat. Also: Das musste ich mir mal anschauen.

Nachdem ich in der Innenstadt von Düsseldorf tatsächlich einen Parkplatz gefunden hatte, suchte ich das Hautgeschäft auf. Leider war der Meister nicht da, sondern in der anderen Filiale. Aber die war gleich um die Ecke und ich fand sie schnell. Und da stand er tatsächlich hinter der Theke mit seinen Verkäuferinnen. Ich schaute mir erst lange das Schaufenster an, welches vor Broten überquoll.

schaufenster11

Bei der Bäckerei Hinkel gibt es keine Sahneteilchen, keinen Kaffee, keine belegten Brötchen und kaum Blechkuchen. Dafür 60 Sorten Brot (in Worten: sechzig). Deshalb heißt seine Bäckerei “Bäckerei der Brotfreunde”.

schaufenster2

Weil ich so lange vom Schaufenster stand wurde der Meister schließlich auf mich aufmerksam und kam zu mir. Ich stellte mich vor und- wie nicht anders zu erwarten war wir sofort im Fachsimpeln. Und wie!

Schließlich gingen wir in eine nahe gelgene Eisdiele. Dort traf dann auch Frau Hinkel ein, denn sie hatte kein D1 Telefon und konnte somit von ihrem Mann angerufen werden. (das war zum Zeitpunkt des Blackout) Sie machte dann auch ein Foto von den Bäckermeistern für diesen Blog.

hinkel-und-ich1

Weil es auf dem Weg lag, gingen wir gemeinsam zurück zum Hauptgeschäft und ich konnte mir noch die Backstube ansehen, den Printenteig für Weihnachten und den Grundsauer. Ich versprach ihm ein Rezept von mir und er schlug mir vor mal eine/n Bäcker/in zu ihm zu schicken zum arbeiten. Darauf werde ich bestimmt zurück kommen.

Was das besondere an Meister Hinkel ist merkt man sehr schnell. Jeder 2. Passant grüßt ihn freundlich. Vor seiner Filiale standen Kunden, die unbedingt eine Foto mit Meister Hinkel haben wollten.

hinkel-and-friends

Nach über einer Stunde machte ich mich wieder auf die Heimreise. Ich war sehr begeistert mal so lange und intensiv mit meinem Vorbild gesprochen zu haben. Das war wirklich ein Top Erlebnis für mich!

Ich weiß, dass viele Kollegen schon mal bei Meister Hinkel waren und geschaut haben was “sein Geheimnis” ist. Ich weiß, das er immer gern sich für einen Kollegen Zeit nimmt.

Aber: Ob schon mal jemand von ihnen einen Eisbecher ausgegeben bekommen hat??? :-)

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15 Antworten

  1. Neugierig bin ich geworden und werde mal nach D`dorf fahren und ein Brot kaufen!
    Das letzte Brot hab ich vor fast zwei Jahren gekauft

  2. WOW – was für ein Schaufenster und was für eine Auswahl – die Brote sehen seeeehr lecker aus.
    Da würde ich auch erst mal eine Weile davor stehen bleiben und staunen ;)

  3. Ist das ein Anblick…. mmmmhhh!
    Da gehen einem Augen und Herz über. Man sieht Dir und den den anderen Bildern Deine Begeisterung an. :-D
    Da kommt man noch ins Staunen und Schwärmen. An diesem Schaufenster kann man nicht vorbei gehen.
    Beim Einkauf hat man aber echt die ganz große Qual der Wahl.

    LG Heidi

    • Viele Leute stehen erst 3 min vor dem Schaufenster und diskutieren bevor sie reingehen und sagen: das möchte ich. Sehr eindrucksvoll!

  4. Das kann ich verstehen, dass das ein absolutes Highlight für dich war, wenn man den Menschen in Natura trifft, der Vorbild für einen ist und wenn man dann auch noch erlebt, wie beliebt er überall ist und wie natürlich er ‘rüberkommt’! Freut mich sehr für dich, dass du so interessante und angenehme Stunden mit ihm verbringen konntest!

  5. Du entdeckst aber auch alles! :-)

  6. Sehr charmanter Bericht. Zwei Bäcker treffen sich und reden über Brot. Zwei Bäcker backen gutes Brot. Danke.

    Grüße,
    Nils (Wusst ich doch, dass ich was vergessen hatte beim letzten Besuch in Düsseldorf.)

  7. Weiches schøne brot, augensüßkeite für Echwachsene sowie Kinder!

    Danke

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