Sauerkraut Brot

Während Ihr noch beim kauen der letzten Scheiben der Schwarzwälder Kruste seid, will ich doch schnell mal das nächste Brot hier reinstellen. Damit Ihr nicht denkt Ihr könnt Euch ausruhen :-)

Sauerkraut Brot gibt es bei meinem Nachbar Bäcker. Ich habe es selbst mal im Programm gehabt. Aber nichts ist so beständig wie der Wechsel, auch im Brot Sortiment.

Sauerkraut bringt nicht nur einen tollen Geschmack ins Brot, sondern macht das Brot auch noch saftig. Es ist also mal was ganz anderes. Es gibt ja immer noch keine Blogs mit Geschmack, also müsst Ihr es selbst probieren. (Ich habe ja noch nicht mal ein Bild! :-) )

Erst mal das Rezept und dann noch ein paar Tipps:

Sauerkraut Brot im Kasten 2 Stück a 850g TE

  • Sauerteig
  • 155 g Roggenmehl 997
  • 124 ml Wasser
  • 10 g Anstellgut

Stehzeit 18h bei Raumtemperatur

  • Vorteig
  • 172 g Weizenmehl 550
  • 1 g Hefe
  • 1 g Salz
  • 138 g Wasser

2h anspringen lassen, dann für 16h in den Kühlschrank. Also alles wie gewohnt.

  • Teig
  • 344 g Weizenmehl 550
  • 189 g Roggenmehl 997
  • 9 g Hefe
  • 21 g Salz
  • 172 g ausgepresstes Sauerkraut
  • 324 ml Wasser / Sauerkrautsaft

Variation: 55 g gewürfelter Schinken mit in den Teig und / oder etwas gemahlenen Kümmel.

Als Sauerkraut kann man nehmen was man will, ich empfehle frisches.

Das Sauerkraut sollte kurze Fasern haben, sonst zieht es sich beim essen so komisch aus der Krume. Am Besten man schneidet es noch mal klein.

Man tut das Sauerkraut in ein Sieb und presst es schön aus. Den Saft fängt man auf und verwendet ihn mit zur Teigbereitung (sehr wichtig, das macht den Geschmack aus!) Also den Saft messen und dann mit Wasser auf die benötigte Menge auffüllen. Oder eben nur Sauerkrautsaft verwenden.

Den Teig 6 min langsam und dann 4 min schnell kneten. Dann erst das Sauerkraut (Schinken) unterkneten. Jetzt wird der Teig etwas schmierig. Deshalb: Bevor das Sauerkraut am Teig ist nicht noch mal Wasser nach schütten!

30 min Teigruhe geben. Dann 2 Brote formen und in Kastenformen legen. Schön abstreichen. 50- 60 min garen, je nach Teigtemperatur und dann wie gewohnt backen. (260°C fallend auf 200°C, Dampf geben und nach 2 min abziehen lassen, 60 min insgesamt backen) Vor dem Einschieben und beim Ausbacken abstreichen damit es glänzt. Das Brot nicht hungrig ausbacken, denn es riecht übelst lecker :-).

Es empfiehlt sich die hellen Mehltypen zu verwenden, da das Kraut das Volumen des Brotes sehr strapaziert. Man kann auch die dunkleren Typen verwenden, dann muss man das aber in Kauf nehmen.

Die Brote können auch als freigeschobene hergestellt werden, dann die Teigausbeute etwas verringern.

Die Brotscheiben sind besonders lecker, wenn man sie toastet!

Viel Spaß beim nachbacken. Ich hoffe, ich habe nicht wieder was vergessen! :-)

Hier ein Bild von meinem 100% Roggenbrot. So habe ich wenigstens mal ein Bild!  :-)

Roggenbrot

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19 Antworten

  1. Wunderschön :!: Ich muss ohnehin Brot backen – da werde ich doch gleich dieses ausprobieren. 8-)
    Freue mich schon im Voraus – Juhuuuu…. :lol:

  2. Uiii, das nenne ich Geschwindigkeit! Da ist bei mir noch die Schwarzwald-Kruste in der Gare und schon ist ein neues Rezept von unser aller Bäcker Süpke auf dem Trapez. Hört sich nach einem schönen Herbstbrot an! Und geil ;-), schon wieder ein Foto!

  3. Lieber Bäcker Süpke ich komme überhaupt nicht nach. ;-) Ich habe soeben erst das “kein” Konsumbrot verbloggt. Apropos Sauerkrautbrot. Petra von Chili und Ciabatta hat auch kürzlich eins gebacken.

    • Ich habs gelesen, ist ja fast wie meins hier. `Sie schreibt auch wie weich es ist und das es toll schmeckt!

  4. Nun bringst du uns aber auf Trab hier (kann dich richtig grinsen sehen! :-) )

    Aber wenn es genau so toll schmeckt und gut zu backen ist wie die Schwarzwälder Kruste, dann muss es natürlich auch ganz rasch gebacken werden!

    Vielen Dank fürs Rezept :-)

  5. Mensch, da kommt man ja gar nicht nach.
    Hört sich gut an das Rezept. Kommt auch bei mir auf die Nachbackliste.

  6. Sodele… Operation “Sauerkraut” ist angelaufen :!:
    Habe auf 2/3 Menge umgerechnet und es werden (natürlich) Brötchen… ;-)
    Wusste gar nicht w i e v i e l Wasser in etwas mehr, als 100 g Sauerkraut sitzen… Zum Glück habe ich schon mal 4 h vorher angefangen auszudrücken und abzuwiegen. In Abständen immer mal wieder… 8-O
    Natürlich ein paar Sachen verändert:
    + 50 g Schinken (angebraten), + 1 Zwiebel (kleingewürfelt und mit gedünstet) und auch ausgepresstes und geschnittenes Kraut mit gedünstet bis alles goldgelb aussah (das lässt auch Restflüssigkeit verdunsten) – abkühlen lassen.
    Am Teig: + 1 Tl. Honig, + 4 Pimentkörner (in Mühle zerkleinert), + 2 Tl. gem. Kümmel, + Pfeffer
    Den Teig würde ich jetzt nicht als “schmierig” bezeichnen – hat ein tolle Konsistenz… :mrgreen: Sollte sich jetzt auch sehr gut formen lassen – auch als Brot ohne Kasten. :-?
    Ich wollte nach der Gehzeit eine Platte drücken und eckige Brötchen schneiden, diese abstreichen und in Weizenschrot drücken – bin mir aber nicht sicher, ob das so gut ist… :roll:
    Wenn ich auf Kümmelsaat stehen würde (hasse ich), wüsste ich, dass ich die Brötchen in Kümmel drücken würde… aber so :?: Für Liebhaber muss das eine ganz ideale Kombi sein…
    Wolfgang – was hättest Du für eine bessere Idee :?:
    Ich sage schon mal Danke… :lol:

  7. Mann sind die dick Mann… total hochgegangen im Ofen. Das Eckige wurde zum Runden. :lol:, belegt mit lecker Käse oder Salami – Yummi, Yummi :roll: Passt auch prima zu Gegrilltem. Kümmelfans sollten es wagen…
    Ruft geradezu nach Bier oder Wein … ;-)
    Läckaaa…. :mrgreen:

  8. Das Sauerkraut neben dem Brot mag ich ja ganz gerne. Aber ich geb’s zu dass mir das Kraut IM Brot etwas suspekt ist.

    Werde mal ganz feige abwarten und schauen was noch so an Kommentaren einläuft :-)

  9. Mh, ergibt ja irgendwie Sinn. Sauerkraut ist auch fermentiert :-)

    Vom Geschmack muss ich mich durch einen Backversuch überzeugen lassen. Danke für’s Rezept.

  10. Ich gestehe, ich habe eben dieses Brot gebacken. Und zwar ohne Sauerkraut. Gestern alles schön vorbereitet, heute den Teig gemacht und dabei festgestellt, dass ich überhaupt kein Kraut im Hause habe. Was tun? Etwas weniger Wasser nehmen und einfach ein Sauerkrautbrot mit ohne Sauerkraut backen. Gesagt, getan!

    Ich habe es noch nicht angeschnitten, aber wenn es so schmeckt, wie es aussieht, bin ich mal wieder hin und weg. Habe es frei geschoben gebacken, aus dem kompletten Teig ein Brot gemacht und es ist im Ofen aufgegangen wie verrückt.

    Ich bin ja sooo gespannt auf den Anschnitt!

    • Das ist ja witzig! Ein Ohnekrautbrot! :-)

      • Wie nicht anders erwartet, schmeckt das Brot recht neutral. Was wir gerne mögen, denn Norbert isst Konfitüre, Honig und Käse und ich esse Herzhaftes und Süßes, gerade so, wie ich Lust habe. Deshalb ist ein Brot, das zu allen Gelegenheiten passt, hier immer gerne gesehen.

        Beim Anschnitt bin ich im Dreieck gesprungen vor Freude. Die Krume ist genau so geworden, wie wir sie mögen (und wie ich sie leider meist nicht hinbekomme). Feinporig, aber nicht fest oder zäh. Ich bin total glücklich mit dem Brot mit ohne Sauerkraut. Aber mit mit Sauerkraut werde ich es auch noch ausprobieren.

        Herzlichen Dank für das wieder einmal tolle Rezept. Ich wünsche dir und deinen Gästen viel Freude und Erfolg am kommenden Samstag. Beim nächsten Mal sind wir dabei, versprochen.

  11. Vielen Dank! Habe es gerade nachgebacken. Sehr leckeres Brot! Warte gerade auf meine Muehle aus Deutschland dann werden auch andere Rezepte ausprobiert:)
    Liebe Gruesse
    Marina

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