Die 2. Nacht des Backens / Zeitungsartikel

Familienausflug in die Backstube

ORLISHAUSEN (ah). Samstags, 18 Uhr, herrscht eigentlich Ruhe bei den Frische-Bäckern in Orlishausen. Nicht aber am vergangenen Wochenende. Da formten bis in die Nacht Besucher Brezeln, buken Kinder Plätzchen und wurde mit durchaus erwünschter Neugier in die riesigen Teigschüsseln geschaut.Das war ein ganz schöner Betrieb in der Backstube. Und genauso war es auch gedacht und gewünscht in der Nacht des Backens, die die Frische Bäcker nach 2007 zum zweiten Mal organisiert hatten. Ab 18 Uhr gaben sich Neugierige sozusagen die Torklinke der Bäckerei in die Hand, verbanden viele den Besuch mit einem kleinen Familienausflug, „damit die Kinder das auch mal sehen“. Und während sich Klein und Groß unter Anleitung am Brezelnschlingen versuchte (ganz frisch gebacken waren diese dann eine willkommene „Wegzehrung“ auf dem Nachhauseweg) und die Kinder eifrig Plätzchen backten, hatten Bäckermeister Wolfgang Süpke und sein Team nebenbei viele Fragen zu beantworten. Was ist im Brot alles drin, wann wird angefangen mit dem Backen, wie viele Backöfen gibt es, wie funktionieren die, wurde unter anderem gefragt. Wer genau zuhörte, hatte gleich die ein oder andere Antwort für das Quiz parat, bei dessen richtiger Lösung den Mädchen und Jungen Preise winkten. Beim Schätzen eines gewaltigen Brotlaibs versuchten sich auch die Großen.“Es ist schon interessant zu sehen, wie das hier in der Bäckerei bei der Produktion alles so abläuft. Da ist eben doch noch mehr Handarbeit dabei als in Großbetrieben“, verfolgte auch Andreas Männich aus Sömmerda die flinken und gekonnten Handgriffe des Bäckerei-Teams beispielsweise beim Brotplatz- und Apfeltaschenbacken. Die an dem Abend gebackenen Brote erhielten übrigens als kleines Extra mittels Mehl und Schablone Mond und Sterne draufgestiebt.“Fast das komplette Team ist heute freiwillig hier mit dabei“, freute sich Bäckermeister Wolfgang Süpke über seine Bäckerei-Mannschaft einschließlich Verkäuferinnen, ohne die das Angebot zur Samstagnacht gar nicht möglich wäre und die in all dem Trubel die Übersicht behielt. „Für mich ist schön, dass ich auch selbst mal das Ganze von einer anderen Seite sehen kann, denn als Verkäuferin bekomme ich ja die Ware schon fix und fertig“, erzählte Anja Weise, bevor sie zwei Kinder an die nächste Quizstation weiterleitete. Und geht es nach Wolfgang Süpke, wird es die nächste Nacht des Backens nicht erst in zwei Jahren geben.

Quelle: Sömmerdaer Allgemeine 21.09.09

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