Vorteige- Das Hefestück / Milchbrötchen Rezept

Christina schrieb mir vor einiger Zeit ob ich nicht das Rezept von DDR Milchbrötchen hätte. In diesem Zusammenhang fand ich es gut, gleich über das Hefestück zu schreiben.

Das Hefestück ist der einzige Vorteig, welcher nie “vom Aussterben bedroht” war. Denn selbst in der dunkelsten Zeit des Bäckerhandwerks, als der Zauberer “Convinience” in der Fülle seiner Macht ganz viele Westdeutsche Bäcker verzaubert hatte, so dass sie glaubten man könnte mit künstlichen Säuerungsmitteln Brot backen, schaffte der Zauberer es nicht ein Mittel zu hexen welches Stollen ohne Hefestück gelingen lässt. (seine Macht reichte nicht hinter den Eisernen Vorhang, der rote Spuck war viel stärker!) Heute hat der Zauberer aber nicht an Macht verloren. Während seine Macht gegen den Sauerteig nachlässt, höre ich von manchen Kollegen folgende Worte: ” Ich backe nur Pfannkuchen. Spritzkuchen kaufe ich (fertig gebacken und eingefroren) zu, die sind viel billiger als wenn ich sie selber herstelle.” Die Elfen aus “Slowbaking” kämpfen einen schier aussichtslosen Kampf gegen diesen tödlichen Zauber. Aber ob sie obsiegen werden???

Hefestück ist notwendig bei mittelschweren und schweren Hefeteigen. Wie schwer ein Hefeteig ist richtet sich nach dem Verhältnis Zucker zu Teigflüssigkeit. Sicher dachten meine Leser bisher genauso wie ich als Geselle: Je mehr Fett im Teig ist, desto schwerer ist der Hefeteig. Aber viel entscheidender für die Entwicklung der Hefezellen ist die Zuckermenge. Und diese im Verhältnis zu der Flüssigkeit die ich dem Teig noch zu geben kann. Je mehr Fett ich dem Teig zusetze, desto weniger Flüssigkeit kann ich an den Teig machen und desto mehr Zucker habe ich…

Das Hefstück dient also dazu “die Hefzellen zu vermehren bevor gärhemmende Zutaten dem Teig zu gefügt werden.” (diese Definition habe ich nun seid der Meisterschule im Kopf und sie geht nicht mehr weg…)

Bei leichten Hefeteigen dient das Hefestück dazu, einen schönen Hefeteig Geschmack in das Gebäck zu bekommen.

  • Mehlmenge

Die Fachliteratur ist sich einig: Bis zu 50% der gesamten Mehlmenge sollte an das Hefestück. Das richtet sich aber danach, wieviel Flüssigkeit ich noch habe um das Hefestück zu machen. Da wird es bei “guten” Stollen schon schwierig.

  • Hefemenge

Bei schweren Hefeteigen wie Stollen muss die ganze Hefemenge an das Hefestück.

  • Flüssigkeitsmenge

bei schweren Hefteigen die gesamte Teigflüssigkeit. Bei leichten Hefeteigen richte ich mich nach den 50% Mehlmenge

  • fest oder weich?

in der Fachliteratur steht immer: ein mittel festes Hefestück herstellen. Was immer das bedeutet. Ich habe es mit festen und weichen Hefestücken versucht. Ich kann keinen signifikanten Unterschied feststellen. Aber ich tendiere zu dem weichen Hefestück. Warum weiß ich nicht. Ich bilde mir ein, das Gebäck bekommt dann mehr Volumen. Da ich es aber nicht beweisen kann, ist es vielleicht nur ein “Aberglaube” von mir.

  • Temperatur

Hier werden in Fachkreisen immer 30° C angegeben. Das Problem ist ganz einfach: Bei 30°C braucht das Hefestück 30 min. Bei 28°C braucht es 45 min. Bei 26°C braucht es ca. eine Stunde. Bei 24°C ist es zu kalt! Dann will ich wahrscheinlich einen Vorteig über Nacht führen :-)

Ich “mag” es, wenn das Hefestück 45 min “geht”. 30 min ist mir zu schnell. Aberglaube hin oder her! Auf jeden Fall muss man warten bis es reif ist. Man bedeckt es mit Mehl und wartet bis es schön aufgegangen ist und die Oberfläche schön aufreist. Zeitdruck ist hier nicht angesagt. Wenn es dann zusammenfällt (abfrisst) ist es zu lange gewesen. Das ist aber nicht ganz so schlimm.

Hier muss ich mal sagen: Wenn die Hausfrau eine Mulde ins Mehl macht, die Hefe hinein krümelt, Milch in die Mulde gibt und es dann mit der Hand zu einem weichen Teig rührt um es anschließend  “an einem warmen Ort gehen zu lassen”, ist das nichts anderes als was ich hier beschrieben habe.

  • Hausfrauen und ihre traditionellen Stollen Rezepte

Das schlimmste im Leben eines Bäckermeisters ist es, wenn die Hausfrauen ihren Stollen zum abbacken in die Backstube bringen. Der arme Meister muss dann einen Stollenteig wirken, längen und backen von welchem er nicht weiß was da drin ist. Dann darf er auf gar keinen Fall zu dunkel werden, nicht zu trocken backen (also zu lange), nicht breit laufen, fast nichts kosten. Also läuft der Meister während die Stollen im Ofen sind unter dem abmurmeln von Gebeten permanent vor dem Ofen auf und ab.

Dann muss der Meister die Hausfrau auf jeden Fall loben! Ist der Stollen gut geraten, ist die Hausfrau stolz, ist er nichts geworden: Wer ist schuld? NA????

Vor vielen Jahren mußte ich mal weg und habe meinem Chefhauptobergesellen gesagt, er soll doch von Herrn X (welcher ein begeisterter Hobbystollenbäcker ist) die Stollen backen. Ich habe ihm alles erklärt. Aber der Dösbaddel, schon in Wochenendlaune, hat vergessen den Ofen herunter zu stellen und hat die Stollen verbrannt. Dann ist er nach Hause gefahren und ich mußte Herr X das Dilemma erklären. Ich wollte ihm sogar meine Stollen dafür als Ersatz geben, aber er lehnte wütend ab. Noch Heute, nach über 12 jahren, kommt er jedes Jahr, schaut mir in die Augen und sagt die Worte. ” Aber nicht wieder zu dunkel! Ja?” Da werde ich jedesmal ein paar jahre älter…

Wo war ich… Ach ja. Dann fragen die Hausfrauen. Wann soll ich kommen? Ich sage: Um sieben, denn um acht fahre ich nach Hause.

Um Himmels Willen, dann muss ich ja die ganze Nacht aufbleiben

Das Problem ist, dass die 60jährige Hausfrau das Rezept von ihrer Oma bäckt, weil ihr das als Kind immer soooo schön nach Weihnachten geschmeckt hat. Dann nimmt sie 2 Pfund Hefe vom Bäcker, macht ein warmes Hefestück, läßt es 3 stunden gehen, dann einen warmen Teig mit Butter und Schmalz und reichlich Schnaps. Dann deckt sie den Teig ab, stellt ihn schön warm, am Besten noch am Kachelofen und fährt 6 Stunden (in Worten. sechs Stunden) später zum Bäcker. Der nimmt den Teig aus der wurmstichigen Backmulde und ist froh noch kein Frühstück zu sich genommen zu haben. Denn der Teig riecht: nach vergorener Hefe und nach Schnaps und die Butter läuft überall aus den Poren des Teiges heraus.

Was ist geschehen? Die Hefemenge auf dem alten Rezept richtet sich meistens nach der Hefe vor 100 jahren und die war aus der Brauerei. Die heutige Hefe hat viel mehr “Bumms”.

Meine Hausfrauen machen natürlich nicht solche Stollenteige. Sie haben die Hefemenge auf meinem Rat hin halbiert und lassen den Teig nicht mehr so lange stehn. Sie backen wunderbare Stollen und sind zu Recht stolz darauf.

Ach ja, das Milchbrötchen Rezept!

  • Hefestück
  • 5kg Weizenmehl (405)
  • 0,5kg Hefe
  • 5,0 l Milch
  • Teig
  • 5kg Weizenmehl (405)
  • 0,16 kg salz
  • 0,5 kg Margerine (oder Butter, dann werdens aber keine DDR Milchbrötchen)
  • 1,5 kg Zucker
  • 0,1 kg Backmalz (muss nicht)

Hefestück gehen lassen bis er reif ist. Dann Teig machen. Teigruhe nochmal 30 min. Brötchen aufarbeiten. Während der Gare und vor dem Backen 2-3mal mit Milch leicht abstreichen. Vor dem Backen, bei halber Gare schneiden.

15 min “flott” backen. Durch den Milchzucker bräunen sie schnell! Also Ofen ca 20°C kälter als bei Brötchen.

Nach dem Backen sofort noch mal mit Milch leicht ab pinseln.

Schmeckt am Besten mit Marmelade oder Mus und ist ein renner bei kleinen Kindern.

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50 Antworten

  1. Nach dem Intro: Wie wär’s denn mal mit einem Stollenrezept von Bäcker Süpke? Mit wenig Hefe und gerade genug Butter??? Wäre toll!

  2. Über meine Stollen werde ich noch was schreiben. Unter anderem auch warum ich kein Stollen rezept verraten kann :-)

  3. Danke für das tolle Rezept! Das wird demnächst probier. Wir lieben die DDR Brötchen. Herzliche Grüße aus Österreich
    Heidi

  4. Ich dachte Heidi ist aus der Schweiz! Kleiner Scherz! :-)

  5. Von ganzem Herzen Danke, für die netten Minuten, die ich hier auf dem Blog verbringen durfte…eigentlich habe ich nach Pfefferkuchenrezepten gesucht…und bin über”Stolle” hier gelandet.Ich hatte am Wochenende die Hände auch im Stollenteig (Geheimrezept von Schwiegermami),den mußte ihn etwas länger gehen lassen als geplant und er sah genauso aus wie oben beschrieben und roch auch so vergoren,denn ich hatte die gute Bäckerhefe (!)besorgt, trotzdem sind die Stollen gut geworden.
    Ich habe herzlich gelacht über den netten Text zum DDR Stollenbacken. Ich bin(damals frisch verheiratet ) mit meiner Schwiegermutter und einer Babywanne voller Teig zum Bäcker gezogen. Als erstes bekam ich gelernt: unser Bäcker kann gut Stolle backen, der Gute läßt die Stollen nicht verbrennen!(Nun weiß ich wie schwer der Bäcker um diesen Ruf kämpfen muß, ich ziehe den Hut.)
    Nach der Wende haben wir erstmal die Stollen gekauft. Aber mit dem Einzug von Allergien in unserer Familie bin ich vorsichtig mit Zusatzstoffen, “naturidentischen” Aromastoffen udgl.und backe vieles wieder selbst und vor allem die gute Stolle, da weiß man was drinn ist.
    Ich freue mich riesig über Menschen die wieder auf dem Weg zurück zur Natur natürlichere Lebensmittel herstellen, es ist heutzutage nicht einfach, die meisten schauen auf den Preis und fragen nicht was sie da in den Mund stecken.

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem Entschluß, alles Gute und viel Erfolg weiterhin wünscht Julia.

    Wenn wir mal wieder in Thüringen sind, müssen wir unbedingt reinschauen, versprochen.

  6. Danke Julia!!!! :-)

  7. ..ein unterhaltsamer und interessanter Bericht :)

    Das Rezept für die Milchbrötchen ist schon auf Haushaltsmenge umgerechnet und wird demnächst probiert…..mit einigen Rosinen drin kann ich mir die auch gut vorstellen – DANKE.

  8. Oder mit Schokostückchen…

  9. DDR-Milchbrötchen…

    Leider lagen die Filialen von Bäcker Süpke nicht auf unserem Weg nach Sachsen, aber auch dort gibt es gute Bäcker, die keine aufgeplusterten Pappbrötchen backen. Unsere Erfahrung: Bäcker die neben großen (L)äden ihre…

  10. Lieber Herr Süpke, der Artikel ist gottvoll – habe sehr gelacht. Er macht jetzt gerade im Bekanntenkreis die Runde, so als kleines Vorweihnachtsgeschenk. Einen lieben Gruß auch von meiner Mutter, sie hat in Leipzig studiert und gearbeitet und sehr, sehr schlimme Erinnerungen an einige “selbstgebackene” Stollen, die aber zur Erhaltung von Freundschaften und Arbeitsverhältnissen probiert und gelobt werden mussten…Also ich als Nordlicht geh’ jetzt lieber mal zu ebay und bestelle mir einen. Derweil werde ich mich lieber an den schönen Milchbrötchen versuchen und weil ich aber nunmal Holsteinerin bin noch ein paar Rosinen reinhauen, die gehören hier unvermeidlich in ein Milchbrötchen. Gruß SUsanne Ramcke

  11. Hallo,

    eine kurze Fragen….was nimmt Bäcker Süpke für Hefe für seine Teige – Presshefe oder Trockenhefe oder …??

    LG
    Marlene

  12. @Susanne: Vielen Dank uns schöne Grüße an Deine Mutter! Sag ihr: Leipzsch mei Leipsch das lobi mir!

    QMarlene: Ich habe schon öfter die Diskussionen über Hefe im Chefkoch mitgelesen (heimlich :-) )
    Ich nehme nur Presshefe. Für die Vorteige nehme ich eine Vorteighefe. Das ist eine Presshefe die aus einer Weinhefe gezüchtet wurde. Die macht einen besonderen Geschmack und läßt die Vorteige länger durchhalten. Gerade im Sommer.
    Presshefe hält sich max. vier Wochen. Dann wird sie schmierig. Trockenhefe ist Presshefe der die Feuchtigkeit entzogen wurde. Dadurch hält sie sich länger. Dadurch ist sie auch teurer. Wenn man Hefe lange aufheben muss weil man weit weg von einem Supermarkt ist sollte man Trockenhefe nehmen. Sonst hat sie keine Vorteile gegenüber der Presshefe. Ich bekomme ja drei mal die Woche Hefe, also ist Trockenhefe für mich Quatsch. Ich habe vor ein paar Jahren so kleine Hefewürfel verkauft. Die ist die selbe Hefe wie die Presshefe die der Bäcker hat. es wäre für die Hefefabrik unrentabel eine andere Sorte zu machen. ABER: Ich habe festgestellt, das die Würfelhefe meistens schon schmierg war wenn ich sie eingekauft habe. Meine Vermutung ist, das es zu kleine Mengen sind die davon verkauft werden und deshalb liegt die Hefe schon zu lange bevor sie bei den Hausbäckern ankommt. Deshalb verkaufe ich nur noch Hefe von meiner Presshefe. Die VKinnen bestellen abends 50 oder 100g und die Kundin holt sie sich am Morgen im Laden und bäckt dann erfolgreich Hefekuchen damit. Also meine Rat: Sucht Euch einen Bäcker der so kundenfreundlich ist etwas von seiner Presshefe abzuschneiden.

  13. …danke für die Info :D

  14. Hallo,
    ich habe mal wieder eine Frage….sollte man zum Hefestück auch noch etwas Zucker geben, oder empfiehlt sich das eher nicht?
    LG
    Marlene

  15. Das empfiehlt sich nicht, die Hefe soll richtig in Schwung koemmen, also nichts dran machen.

  16. …alles klar. Danke!

  17. Hallo!
    Kann von Milchbrötchenteig Milchhörchen machen?
    Ich backe viel und alles,nur wenn ich Brötchen backe,die werden nicht so wie im Bäckerrei. Ich weiß das im Bäckerrei
    gibst ganz andere Backoffen nicht wie zu Hause.
    Giebst welche Trück oder Tipp wie die Brötchen zu Hause backen?

  18. Hallo!
    Mein Sohn mag gerne Zimtbrötchen oder Zimtstange.
    Können Sie Tipp geben,wie man den Teig herstellen und die Zimtkrümelchen machen kann(die auf den Brötchen drauf ist)???
    Ich werde Ihnen sehr Dankbar sein.

    • Kann ich leider nicht, denn ich weiß nicht was das für ein Gebäck ist. Schau doch mal bei chefkoch.de
      Da findest Du bestimmt was.
      Sorry!

      • Guten Morgen!
        Bei Zimtbrötchen sind oval Form und der Teig änliche wie bei Milchbrötchen,nur oben kleine krümelchen aus Zimt ,Zucker…..
        Veilleicht können sie Tipp geben zur Teig und Haube(wie diese Krümelchen machen kann) der Brötchen?
        Ich vermute das Zimtstange wird aus gleiche Teig gemacht ,nur wird in Form der Stange gerollt.

  19. Hallo Wolfgang,
    um dieses Rezept habe ich bisher einen Bogen gemacht, weil mir diese Sorte Brötchen schon seit Kindertagen immer zu “lätschert” war… dann doch lieber ein Stück Kuchen!
    Jetzt habe ich mir überlegt, ob dies nicht doch der richtige Teig ist, um Donuts daraus zu machen… :roll:
    Jetzt meine Frage: wenn ich Wasser nehmen würde, könnte ich alles verrühren und über Nacht im Kühlschrank vor sich hin “machen” lassen – bringt ja auch einen anderen Geschmack in das Ergebnis… aber…
    Geht das auch mit Milch dran oder ist das eher kontraproduktiv??? Ist H-Milch dafür besser geeignet, als Kuhmilch??? Ich könnte ja experimentieren – gebe aber diese Frage besser an den Fachmann weiter…

    Lese hier gerade auch noch über Trocken- und Frischhefe… meine Meinung: das ist eine Frage des Geschmacks… Frischhefe bringt einfach mehr Geschmack hinein – ich habe auch den dummen Eindruck, dass Gebäck mit Trockenhefe irgendwie “trockener” wird, als mit Frischer… (habe als Kind immer für 10 Pfennig vom Bäcker holen müssen… die war tatsächlich besser, als die im Laden… wenn man jetzt aber bei Dir liest, welche Wege die Hefe genommen hat, dann erklärt sich Einiges…) ;-)

    Naja – jedenfalls wäre ich Dir wirklich dankbar für eine Auskunft… oder hast Du für Donuts etwa ein ultimatives Rezept auf Lager :?: :-D
    Ganz lieben Gruß
    Heidi

    • Mit H Milch geht es auf jeden Fall. Mit Frischmilch würdest Du Dich wundern was dabei herauskommt. Hab es schon mal probiert…

  20. ***böser Verschreiber:
    meinte natürlich H-Milch & Frischmilch :lol:

  21. Hallo Wolfgang,
    vielen Dank für die Auskunft – irgendwie war mir doch so, dass was mit der Milch war… :roll:
    Ich konnte es nicht lassen und habe trotzdem experimentiert… ich habe BUTTERMILCH genommen…
    Das hat prima funktioniert und ohne Nebenwirkungen die Nacht im Kühlschrank verbracht :!: Ausserdem ist sie ja ein prima Geschmacksgeber und Lockerungsmittel…
    Ich vergesse das nur immer wieder. :oops:
    Aus genau diesem Rezept für Milchbrötchen (mit Buttermilch) gab es Gestern bei mir üüüüübelst leckere Brotkringel (Donuts)… kann Dir nur ein Experiment damit empfehlen – sowas kennt die Kundschaft bestimmt noch nicht von Dir… Für mich, die ich keine Milchbrötchen mag, war das eine echte Überraschung. :-D
    Den Teig behandelst man nach der Formgebung wie einen Berliner, statt Fett aber im Honig-Wasserbad (nur simmern lassen) von jeder Seite 30 Sek. gewissermaßen blanchieren lassen. Ich habe auch noch Salz (1 Tl) in das Wasserbad getan, da Zucker und Salz in Wasser abgegeben werden… ;-)
    Die Menge von oben, geteilt durch 10 ergibt 15 Kringel à 85 g.
    Ich wollte auch noch einige mit Mohn oder Sesam bestreuen… die Familie hat beschlossen, dass sie pur bleiben sollen (da sie leicht süßlich sind…, denke Reduzierung des Zuckeranteils nach… :roll: )
    Wenn man diese Dinger in Fischchenform bringen könnte, dann kann man echt “Butter bei die Fische” geben… ;-)
    Will eigentlich nur sagen: das Experiment ist gelungen, extremst lecker und wird in das Hausprogramm mit aufgenommen!
    An Dich nochmals lieben Dank für die Auskunft!

    • im Honigwasserrbad? Hört sich ja sehr interessant an!

      • Ich habe zuletzt fälschlich Donuts geschrieben, meinte aber Bagel – habe mich im Net informiert und bei You Tube verschiedene Videos gesehen und war jetzt einfach neugierig. Das original-Rezept geht sicher anders.
        Aber das hier ist echt ein Kracher (hatte auch das Backmalz mit im Teig) – der Honig macht so eine leichte “Knisterschicht” drumherum – das Ergebnis ist auch nicht wirklich mit unseren Brötchen zu vergleichen – aber wirklch herrlich saftig – das Salz habe ich dazugegeben, da man weiß, dass Wasser das aus dem Teig herauslaugt.
        Ich hatte einen weiten Topf und auf (ca.) 2 L Wasser 2 El Honig gegeben.
        Versuch – macht kluch…. ;-)
        Also einen privaten Versuch ist es wirklich wert und man kann sie eben pur, mit Mohn oder Sesam genießen…

  22. [...] übers Dinkel-Vollkorn-Yoghurt-Brötchen und diese Rezepte aus Jordanien. Das DDR-Brötchen, das Milchbrötchen und dieser Text auch hier. View This Pollcustomer [...]

  23. [...] fast drei Jahren hat Bäcker Süpke ein Rezept für Milchbrötchen veröffentlicht, wie man sie zu DDR-Zeiten essen konnte. Nach den normalen DDR-Brötchen habe ich [...]

  24. Hallo.

    Ich habe ein altes Stollenrezept, mit 4 Pfund Mehl, 150gr. Hefe, 1,5 Pfund Fett, 350gr Zucker und einem halben Liter Milch. Da ich bereits moderne Rezepte gesehen habe, die auf 4 Pund Mehl ganze 300gr. Hefe nehmen wollte ich fragen, ob auch ich die Hefe reduzieren muss.
    Das Rezept ist in einem handgeschriebenen Buch meines Urgroßvaters, selbst Bäckermeister seines Zeichens. ^^

    Danke für die Antwort

    MfG

    Tarrasch90

  25. Hallo Bäcker Süpke,

    Ich möchte mich an einem Stollenrezept (schwerer Hefeteig) mit kalter Teigführung über Nacht versuchen. Mache ich das mit oder ohne Hefestück und bei welcher Temperatur lasse ich den Stollenteig am besten über Nacht gehen?

    Vielen Dank – LG André

    • von einem Stollenteig über Nacht rate ich Dir ab. Durch den hohen Zuckeranteil “frißt” der Teig ab. Ich habe es 1000mal erlebt. wenn Hausbäcker ihre Stollen bei mir backen!

      • Vielen Dank für dein Rat. Dann werde ich die Stolle weiter auf herkömmlicherweise backen. Ich wünsche eine angenehme Woche.

        LG André

  26. Hallo Bäcker Süpke,

    ich möchte einen Stollen mit schwerem Hefeteig backen. 1250g Mehl, 200g Zucker, 150g Hefe, 500g Butter, 0,4l Milch und den anderen Zutaten für Stollen. Nun die Frage: ist die Menge Hefe zu viel und stimmt das Verhältnis von Butter und Milch zum Mehl. Wie mache ich den Vorteig (Hefestück) richtig?

    Liebe Grüße Heiko

  27. Wie Du das hefestück machst kannst Du hier lesen. Von der Hefe würde ich nur die Hälfte nehmen. http://baeckersuepke.wordpress.com/2009/11/11/rezept-thuringer-weihnachtsstollen/

    • Danke für die schnelle Antwort und den Tipp mit dem Hefestück. Die Hefe habe ich wie empfohlen halbiert.
      Ich habe heute meine Stollen gebacken und sie sind super aufgegangen. Auch mit der kurzen Zeit zum gehen hat alles gut geklappt. In 2 Wochen werde ich dann berichten wie meine 2 Rezepte mit weniger Hefe und kurzer Zeit zum gehen schmecken.
      Vielen Dank Herr Bäckermeister

      LG Heiko

      • So, nun möchte ich aber endlich einmal berichten wie die Stollen gelungen sind.
        Was soll ich sagen, so gut wie in diesem Jahr haben sie noch nie geschmeckt! Und ich habe nicht die Zutaten geändert, nur die Hefe und die Ruhezeiten.
        Noch einmal danke für den Tipp mit der Hefe!
        Ich wünsche Dir und Deiner Familie lieber Bäckermeister ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

        Liebe Grüße Heiko

  28. [...] Την συνταγή την  δημοσίευσε ο Φούρναρης κύρος Süpke και την τροποποίησε ο κύριος Lutz από όπου και την [...]

  29. Eignet sich der Teig auch für Stutenkerle? Habe bisher leider nur Rezepte ohne genaue Angaben zum Salzgehalt und meist ohne Hefestück gefunden. Wenn er sich eignet, wieviel Gramm Teig sollte ich pro Stutenkerl einplanen?
    Vielen Dank vorab,
    Philipp

    • Leider habe ich noch nie einen richtigen Stutenkerl gebacken, deshalb muss ich Dir die Antwort leider schuldig bleiben!

  30. Hallo, endlich habe ich sie gebacken – die Milchbrötchen. Dazu habe ich den Vorschlag von Heidi II. aufgegriffen und Bagel geformt. Was soll ich sagen, ich bin total begeistert von diesem Rezept. Die Bagel schmecken lecker, sind schön weich, eben Milch-Bagel. Die nächsten werde ich mal mit Buttermilch versuchen. Ein tolles Rezept und danke an Heidi II. für diese Anregung. Noch eins, Bagel zu formen, ist recht einfach.
    LG Marion

  31. Hallo Meister Süpke,

    ne Frage zu den Mohnbrötchen die es zu DDR Zeiten gab, waren der Teig bei denen so ähnlich wie der Milchbrötchenteig?
    Kann mich nicht mehr erinnern wie die geschmeckt haben, aber Frauchen meinte die wären süßlich gewesen?
    Danke für Deine Antwort!

    • stimmt! Da habe ich gar nicht mehr dran gedacht! Wir (in Schloßvippach, ich will nicht für die “ganze DDR” sprechen, haben Milchbrötchen mit Mohn gemacht! Nicht “wie Heutzutage” Semmeln. Das hatte ich echt vergessen! danke für die Erinnerung!

      • Danke, ich wollte das eigentlich nur wissen, weil wir uns im Kollegenkreis darüber unterhalten haben und ich angeboten habe mal welche zu backen. Na da kann ich das ja mal ausprobieren!
        Aber schön, dass ich Dich dadurch daran erinnert habe!!
        Herzlichen Gruß Hansi

  32. […] haben, sollte man im Westen und auch leider auch im Osten besser meiden. Zeit, wieder einmal ein Rezept von Bäcker Süpke […]

  33. […] bezahlten. Nach DDR-Milchbrötchen habe ich dann so zum Spaß doch gesucht und fand sogar ein Rezept eines Bäckers. Nun experimentiere ich ja seit einiger Zeit hin und wieder mit Brotbackrezepten und dachte mir, […]

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